Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“
14. bis 16. September 2026, Europahaus Marienberg
Dienstag
Mittwoch
Verschiedene Wissensstände sind völlig okay.
Wenn etwas unklar ist: Jederzeit nachfragen.
Wir lernen uns kennen und kommen aus unterschiedlichen Kontexten
Alles, was hier gedreht wird, ist ein Übungsstück.
Ziel ist, sich kennenzulernen und durch Austausch voneinander zu lernen
Nichts muss veröffentlicht werden, nichts verlässt den Raum ohne eure Zustimmung
Gemeinnütziger Verein für Medienbildung (seit 2013, Sitz in Berlin)
Bildungs- und Beratungsprojekte mit Fokus auf Technologie, Soziale Medien, Politik und Gesellschaft
26-köpfiges Team an drei Standorten in Berlin und in Brandenburg
Prävention von Online-Radikalisierung
Coding, Gaming, Making
Mehr Demokratie auf Plattformen
Überblicks- und Kontextwissen:
Fundierte Entscheidungen über Plattformstrategien
Entwicklungen rund um Social Media und Big Tech
Wissen über Logiken der Plattformen und ihrer Algorithmen
Netzkulturelle Trends und aktuelle Nutzungsgewohnheiten
CiviLink unterstützt Projekte im Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" dabei, ihre Inhalte strategisch in sozialen Medien und digitalen Räumen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen Organisationen, die Social Media Auftritte aufbauen oder ihre Ansätze weiterentwickeln möchten. Dafür bietet CiviLink praxisnahe und bedarfsorientierte Beratung, vermittelt Know-how und eröffnet Räume für Austausch.
CiviLink unterstützt Projekte im Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" dabei, ihre Inhalte strategisch in sozialen Medien und digitalen Räumen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen Organisationen, die Social Media Auftritte aufbauen oder ihre Ansätze weiterentwickeln möchten. Dafür bietet CiviLink praxisnahe und bedarfsorientierte Beratung, vermittelt Know-how und eröffnet Räume für Austausch.
CiviLink bietet Orientierung bei:
Konkretes Arbeiten auf Social Media
Strategische Kanalentwicklung
Zielgruppendefinition und Community-Ansprache
Beitragsplanung und Content-Strategie
Entwicklung und Produktion passender Formate und Inhalte
Community-Management und Umgang mit Hass im Netz
Vormittag
09:00 Ankommen + Ausblick
09:05 Leitnarrativ in vier Sätzen
09:25 Blick in den Arbeitsalltag
09:35 Plattformlogik, Vertikalvideo und Beitragsformate
09:55 Aufstellung im Raum: Formatideen
10:10 Storytelling für Vertikalvideos
10:30 Kaffeepause
11:00 Stationen mit Good Practice Videobeispielen
12:25 Offene Fragen und Ausblick auf den Nachmittag
12:30 Mittagessen
13:30 Von der Idee zum Storyboard
13:50 Storyboarding und Sparring im Tandem
14:30 Mini Sprech- und Präsentationsübung
15:00 Technik-Check + Start Produktion
15:20 Kaffeepause
16:00 Produktion: Dreh + Schnitt
17:00 Untertitel + Captions
18:00 Ablage der fertigen Videos + Ausblick
Nachmittag
Menschen suchen auf Social Media selten gezielt nach Organisationen. Sie stoßen zufällig auf Inhalte und folgen erst, wenn sie verstehen, wofür ihr steht.
Das Leitnarrativ verrät der Zielgruppe, wofür die Organisation steht und welche moralischen Grundwerte sie vertritt.
Überlegt euch dazu:
✏️ Füllt das Arbeitsblatt aus:
Falls ihr hängenbleibt: Was ist das Ziel eurer Organisation? Warum macht ihr die Arbeit, die ihr macht? Welche Werte stehen dahinter? Für wen macht ihr sie?
Der Core Story Canvas zur Herausarbeitung des Organisationskerns:
Quelle:
Auf der Sachebene klärt ihr grundlegende Fragen:
Auf der Storyebene geht es darum, eure eigenen Werte mit denen eurer Zielgruppe abzugleichen/zu vereinen. Hier setzt ihr eure Arbeit in Beziehung zur Außenwelt. Das schafft Authentizität, Vertrauen und bildet die Grundlage für nachvollziehbare Erzählungen.
Das Leitnarrativ als Kern jeder Story. Daraus lassen sich ableiten:
✏️ Schreibt jeden Content-Anlass auf eine eigene Karte.
Wir sammeln sie als Ideen-Speicher an der Wand.
TikTok gilt zunehmend als Genz-Z Suchmaschine.
Jugendliche und politische Inhalte
auf Social Media
Jugendliche/junge Erwachsene (16-27 Jahre)...
aus der Studie "How to sell Democracy online (fast)", 2025:
repräsentative Online-Befragung , vier Fokusgruppengespräche und ein quantitatives Selektionsexperiment zu Auswahlkriterien von Kurzvideos
TikTok
Youtube
Bluesky
Pixelfeld
Loops
Mastodon
W-Social
Poli Social
YouTube Shorts
BeReal
SnapChat
Bluesky
TikTok
Threads
Meta Platforms Inc. (ehemals Facebook Inc.)
DSGVO (seit 2018)
Digital Services Act / DSA (seit Feb. 2024)
AI Act (seit 2025)
Vertikalvideos sind im Hoch-Format gedrehte Videos, die auf Social Media Plattformen sehr beliebt sind. Sie haben in den Apps mittlerweile eigene Kategorien bzw. bestimmen die App gänzlich wie z.B. bei TikTok.
Vertikalvideos sind immer im Format 9:16 und haben im Idealfall eine Full-HD Bildschirmauflösung von 1080px. Sie haben idealerweise eine Länge von 15 - 30 Sekunden, können aber je nach Relevanz und Zielgruppe länger sein.
Was ist das?
Für welche Anlässe eignet es sich?
Wie kann das aussehen?
Was ist das?
Für welche Anlässe eignet es sich?
Wie kann das aussehen?
Was ist das?
Für welche Anlässe eignet es sich?
Wie kann das aussehen?
Sie zeigen, was das Nutzungsverhalten bedient,
nicht, was du brauchst, suchst oder korrekt ist.
+++ mehr Ähnliches angezeigt +++ kontroverse /emotionale Inhalte überbetont +++ bestimmte Inhalte unsichtbar +++ Videos +++
Die Systeme reagieren auf Engagment.
"Different factors have different importance, in different contexts."
Todd Beaupré (Senior Director Product Mgnt. Google)
Maschinelles Lernen braucht Zahlen
und Engagement liefert diese.
Engagement wird aus messbaren Signalen abgeleitet.
Watchtime
Dauer in Sek.
Interesse, inhaltliche Relevanz
Like
nein/ja (0/1)
Zustimmung, Anerkennung, Lob
Share
nein/ja | Adresse
soziale Relevanz, virales Potenzial
Save
nein/ja
langfristiges Interesse
Kommentar
tieferes Engagement, ggf. Polarisierung
Follow
nein/ja
Relevanz des Creators
Skip / Swipe
Schwellwert: 3 sek
Ablehnung, Langeweile
Replay
+n
Interesse, Verstehen, Abwesenheit
nein/ja | Text
Engagement ist ein Index für emotionalen Reaktionen, aber kein Beleg für Qualität, Zustimmung oder Aufklärung.
Engagement ≠ Zustimmung oder Qualität
Beispiel: Ein provokantes, falsches oder hetzerisches Video kann Wut auslösen, und genau deshalb interagiert das Publikum stark – um zu widersprechen, sich aufzuregen oder es weiterzuleiten.
Sie analysieren komplexes Nutzerverhalten und vielfältige Inhaltsmerkmale und lernen daraus Wahrscheinlichkeiten:
1. Items kategorisieren
2. User analysieren
3. Beziehungen modellieren
4. Rankings erstellen
5. Vorhersagemodelle
verbessern
Was wird gezeigt?
Was wird geschaut?
Welche Zusammenhänge gibt es?
Was soll gezeigt werden?
Wie erhöhe ich den Konsum?
d.h., "Verstehen", was ein Video zeigt und was für ein Video das ist.
Das System muss erkennen:
Ist das ein Tanz, ein politischer Kommentar, ein Beauty-Tutorial oder ein wütender Monolog?
➡️ Dafür analysiert das System Bild, Ton, Text.
d.h., "Beobachten", wie Menschen auf Videos reagieren
Das System merkt sich:
➡️ Es „lernt", welche Inhalte einen Account wirklich interessieren – und welche nicht.
d.h., Zusammenhänge zwischen Menschen und Videos erkennen
Das System versucht zu verstehen:
„Aha, Menschen, die Video A mochten, mochten oft auch Video B."
➡️ Es bildet so Cluster von ähnlichen Videos und Accounts, ohne dass wir Einsicht haben.
d.h. schnell entscheiden, was du als nächstes sehen wirst
Das System bewertet aktuell Millionen von Videos:
„Welches davon passt jetzt genau zu dir – basierend auf deinen bisherigen Reaktionen?"
➡️ Es will möglichst genau vorhersagen: „Was hält einen User am längsten auf der Plattform und erzeugt Engagement?"
Orientierung durch Redaktion
Was wäre, wenn wir nicht nur auf Algorithmen vertrauten?
Alternativen im Empfehlungsdesign
Warum bleiben wir trotzdem bei TikTok, Insta, YouTube & Co.?
Netzwerkeffekte = Je größer das Netzwerk, desto größer der Nutzen für alle.
User Interface bietet spezifische Handlungsmöglichkeiten
Algorithmisch kuratierte Inhalte sofort verfügbar, hohe Reizdichte
kommentieren, erweitern, remixen
kollaborative Kreativität, Diskursraum, Konfliktverstärker
Weiterwischen, kontinuierliche Aufmerksamkeit, schnelle Inhaltsrotation
niedrigschwelliger Einstieg, starke Trendanbindung
Inhalte, die Wut, Angst, Nostalgie oder Staunen hervorrufen, performen oft besser.
„Schreib 'Amen' in die Kommentare", „Like, wenn du das auch so siehst", „Tagge jemanden, der das braucht"
Titel/Thumbnails versprechen mehr, als der Inhalt hält.
💡 Welche Formatidee kommt dir für den Fall, dass ...?
Bitte positionier dich im Raum bei dem Format,
bei dem du sofort eine Content-Idee im Kopf hast.
Zur Auswahl stehen:
Reel - Karussell - Bildbeitrag - Story
Was macht eine Geschichte, die hängen bleibt?
Bildungsstätte Anne Frank auf TikTok - Beitragsreihe zu Argumenten gegen Menschenfeindlichkeit
Was spricht dich an? Welche Story(line) erkennst du? Welche Emotionen/Erinnerungen weckt der Beitrag in dir?
Bildungsstätte Anne Frank auf TikTok - Videoreihe zum Thema Ankommen in Deutschladn
LAMSA e.V. - Kampagne "Mundaufmachen" auf Instagram
Menschen erzählen sich seit Jahrtausenden Geschichten – am Lagerfeuer, in Mythen, in Religionen, in Medien. Warum? Weil unser Gehirn Geschichten besser verarbeitet, speichert und emotional verankert als abstrakte Daten oder Argumente.
Höhlenmalerei in der Chauvet-Höhle in Frankreich, ca. 31.000 v. Chr.
Sepehri, 2024
Dieses Zitat kommt aus dem Praxisguide von Daniela Sepehri, den ihr hier erwerben könnt.
Kunst, trockene Informationen in emotionale und greifbare Geschichten zu verwandeln.
Komplexe Themen werden dadurch verständlicher und erlebbarer.
Picture Superiority Effect: visuelle Informationen werden besser verarbeitet und erinnert. (Cognitive Psychology, 1973)
Menschen erinnern Geschichten deutlich besser als Fakten. Gute Geschichten werden außerdem gerne weitererzählt.
Durch Geschichten werden zusätzlich Bereiche für Emotion, Emotionskontrolle und persönliche Erinnerung aktiviert.
Variante A (abstrakt):
„Weltweit haben über 250 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Bildung ist ein Menschenrecht, das durch Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert wird.“
Variante B (als Story):
„Als Farima morgens um 6 Uhr aufsteht, macht sie erst mal Tee für ihre Mutter. Zur Schule geht sie nicht – sie musste sie mit 11 verlassen, weil ihre Familie in Kabul auf der Flucht war. Dabei wollte sie Lehrerin werden. Heute schreibt sie heimlich Gedichte, wenn sie unbeobachtet ist.“
Beide Varianten sind inhaltlich korrekt. Aber nur eine zeigt uns ein Gesicht, eine Emotion, ein Bild im Kopf. Und genau darum geht es beim Storytelling.
Sepehri (2024)
Nehmt einen Aspekt aus eurer Arbeit. Versucht euch dann an einer kurzen Geschichte entlang dieser Punkte:
Einstieg
„Als Ding X passierte, wurde sofort klar, ..."
„Person X hat nie jemand gesagt: …"
„Drei Wochen vorher wusste noch keiner, ob …"
Wendepunkt
„Und dann hat jemand gefragt …"
„Ab da war klar: So geht das nicht weiter."
Abschluss
„Wenn dir das bekannt vorkommt: …"
„Dafür gibt es ab September ..."
Ihr habt 5-10 Minuten Zeit für diese Übung
TikTok liebt hohes Pacing, anpassen an Inhalte & Zielgruppe wichtig
Problem ⚠️ – Wendepunkt 💡– Lösung ✅
Mini-Held*innenreise 🦸♂️
Zahl 📊 – Mensch 👩🦰 – Bedeutung 💬
5 Elemente
📍 Ort: Wo passiert die Geschichte? Lass das Publikum mitvisualisieren.
🏃 Aktion: Was tust du in dem Moment? Verben erzeugen Momentum.
💭 Gedanken: Was denkst du? Nähe durch geteilte Innenwelt.
💓 Emotionen: Was fühlst du? Zeigen statt sagen.
🗣️ Dialog: Was hörst du? Dialoge schaffen Erleben.
30 Minuten
🤳 Good Practice mit Video-Beispielen
Bitte scannt die QR-Codes an den Stationen
und analysiert die Beispielsvideos.
Arbeitsblätter findet ihr an den Stationen.
6 Minuten pro Station. ⌛
Station 1
Station 2
Station 3
Station 4
Station 5
Was macht denn der NABU auf TikTok?
60 Minuten
13:30 Auftragsklärung + Ideenentwicklung
13:50 Ihr entwickelt euer Storyboard, jede*r für sich
14:10 Sparring im Tandem
Skizziert eure Idee formlos. Fünf Fragen helfen:
1. Anlass
Welchen konkreten Anlass nehmt ihr? Siehe Kartenwand von heute Morgen.
2. Leitnarrativ
Passt der Anlass zu euren vier Sätzen?
3. Vorbild
Welche Good-Practice-Beispiele von heute Vormittag eignen sich als Vorlage? Oder habt ihr eine eigene Idee, vielleicht aus einem aktuellen Trend?
4. Geschichte
Welche Storytelling-Elemente könnt ihr einfließen lassen? Wie ist die Hook? Wie schließt die Story ab?
5. Qualität
Welche eurer Kriterien wollt ihr auf jeden Fall einhalten?
Ihr habt für diese Übung 20 Minuten Zeit
In die Kamera z.B.
Authentisch · Nahbar · Direkt · Humor · Emotionen · Persönlich
"Passt nicht zu unserer Organisation"
→ Wirklich nicht oder nur vordefinierte Idee?
Den Prozess zeigen, z.B.
Trends adaptieren, z.B.
Seite 1: Das Konzept
Ihr habt für diese Übung 20 Minuten Zeit
Seite 2: Die Szenen
Plant ein Video von maximal 45-60 Sekunden :)
Ihr stellt euch gegenseitig eure Storyboards vor. Zehn Minuten pro Person, davon 5 Minuten Vorstellen, 5 Minuten Sparring.
Das Tandem ist Sparringspartner, nicht Co-Autor*in. Gerne euer Gegenüber ein bisschen herausfordern :)
Fragen fürs Sparring:
Ihr habt für diese Übung 20 Minuten Zeit
🎤 Mini Sprech- und Präsentationsübung
Ihr arbeitet in Tandems. Nehmt pro Person drei Takes für ein Reel auf. Inhaltlich könnt ihr auf euer Leitnarrativ zurückgreifen.
Take 1: Einfach loslegen. Trag das Leitnarrativ vor der Kamera vor.
Take 2: Erzähl dein Leitnarrativ in deinen Worten. Erklär deinem Gegenüber, was ihr macht und wofür ihr steht.
Kurzes Feedback: Euer gegenüber gibt auch aufbauendes Feedback - denkt dran es geht bei der Übung um Empwerment.
Take 3: Was könntest du optimieren? Wiederhol dein Statement und nimm 1-2 Anpassung vor, z.B. stärkere Betonung, mehr Gestik, bewusste Pausen
Jetzt wechseln!
Aufnehmen:
Nutzt die normale Kamera-App eures Geräts.
Hochformat. Vor dem Start einmal durchs Bild schauen: sitzt der Ausschnitt, ist es scharf?
Lieber drei kurze Clips als einen langen. Das macht den Schnitt leichter.
Wer schon mit CapCut, Canva oder Edits arbeitet, bleibt dabei. iPad-Code: 4422
Schneiden mit VN Video Editor:
Timeline
Werkzeugleiste/Werkzeuge
Timeline
Werkzeugleiste/Werkzeuge
Wir haben drei Sets dabei, es können also nicht alle gleichzeitig damit arbeiten.
1. Einschalten
Langer Druck auf den Ø-Knopf, am Sender und am Empfänger.
2. Verbinden
USB-C-Kabel vom Empfänger ins iPad.
Bei eigenen Geräten ohne USB-C, z.B. iPhone: unseren USB-C-auf-Lightning-Adapter nutzen.
3. Sender anklippen
Möglichst nah am Mund, etwa eine Handbreit unter dem Kinn. Bei Wind den Fellaufsatz drauf.
4. Pegel prüfen
Auf dem Display des Empfängers seht ihr den Ausschlag. Grün bis gelb ist gut, rot heißt übersteuert.
5. Testaufnahme
Zehn Sekunden aufnehmen und anhören, bevor ihr richtig loslegt.
Eher ja:
Bei Interview- und Talking-Head-Formaten ist das Mikro in der Hand oft eigenes Stilmittel.
Es signalisiert: hier erklärt jemand etwas.
Braucht euer Video ein Mikro?
Geht auch ohne:
Nehmt das Mikro nur, wenn es zu eurem Konzept passt.
Kamera
Licht
Ton, auch ohne Mikro
| Vorher | Währenddessen | Nachher |
|---|---|---|
| Ist die Linse sauber? | Ton-Check: Bin ich gut zu hören? | Habe ich alle unnötigen Pausen rausgeschnitten? |
| Sind die Lichtverhältnisse gut? | Kamera-Check: Ist das Bild scharf und bin ich zu sehen? | Habe ich Untertitel eingefügt und gut platziert? |
| Ist mein Akku voll (genug)? | Kann ich mein Skript gut lesen (oder auswendig)? | Habe ich die Safe Zone eingehalten? |
| Kann ich ungestört drehen? Habe ich den Raum für mich? | Lasse ich ausreichend Pausen am Anfang und Ende jeder Szene oder wenn ich mich verspreche für den Schnitt? | Habe ich an den Call to Action gedacht? |
| Habe ich alle technischen Utensilien, mein Skript und Requisiten in meiner Nähe? | Hat mein Video Musik/Ton? |
Euer Video
Grafische Elemente
& Text hinzufügen
Medien aus der eigenen
Mediathek hinzufügen
Audio aus der Canva-
Bibliothek, KI-Stimme
oder Voice-Over
aufnehmen
Zugriff auf Vorlagen &
weitere Werkzeuge
30 Minuten
60 Minuten
60 Minuten
Alle arbeiten gleichzeitig am eigenen Video. Wir gehen rum.
1. Untertitel setzen (etwa 25 Minuten)
Automatisch erzeugen, dann korrigieren
2. Caption schreiben (etwa 15 Minuten)
Der Text, der unter dem Video steht
3. Ohne Ton prüfen (etwa 10 Minuten)
Einmal stumm ansehen, gegen die Kriterien checken
Automatisch erzeugen
Dann korrigieren
Platzierung
Die Caption ist der Text unter dem Video.
Erste Zeile: Hook
Nur sie ist sichtbar, bevor jemand auf „mehr" tippt. Sie soll nicht zusammenfassen, sondern neugierig machen.
Call to Action
Kommentieren, teilen, Link in Bio, zur Veranstaltung kommen. Entscheidet euch für eine.
Drei bis fünf Hashtags
Passend zum Thema und zum Online-Diskurs
Bildbeschreibung
Für Menschen, die das Video nicht sehen können. Ein paar Sätze: Wer ist zu sehen, wo, was passiert.
Testet einmal ohne Ton: Stellt euer Video stumm und seht es euch an.
Zu Barrierearmut gehört:
30 Minuten
Zuständigkeiten im Team und klare Abläufe festlegen
Anlass-Sammlung anlegen und feste Tage im Kalender einplanen, Evergreens bestimmen
Contentproduktion komprimieren
Insights im Blick behalten
Templates entwickeln und Orientierung für Design finden
Inhaltsproduktion im Arbeitsalltag mitdenken
Quelle: Sozial-PR
Nicht nur Endergebnisse → Prozesse zeigen
Nicht nur Highlights → Alltägliches teilen
Nicht nur Perfektion → Echte Einblicke geben
"Wen interessiert das schon?"
→ Mehr Menschen, als ihr denkt
"Das ist doch nicht professionell genug"
→ Authentizität schlägt Perfektion
"Das dürfen wir nicht zeigen"
→ Organisationshaltung hinterfragen
| Veranstaltungen | Behind-the-Scenes, Impressionen |
| Projekte | Start, Meilensteine, Erfolge |
| Alltag | Tag im Leben, Vorbereitungen |
| Menschen | Testimonials, Vorstellungen |
| Aktuelles | Stellungnahmen, Einordnungen |
| Jahreszeiten | Ankündigungen, Rückblicke |
| Interaktion | Fragen, Umfragen, Bedarfe |
Erstellt eine Content-Anlass-Liste für 1–2 Monate
Schaut in euren Kalender: Was steht an?
Überlegt: Was läuft gerade im Hintergrund?
Erstellung von Personas unterstützt dabei, sich mit den Gewohnheiten der Zielgruppe auseinanderzusetzen
Ergebnisse verdeutlichen, wo sich die Zielgruppe wirklich informiert, unterhalten lässt, interagiert, selbst postet
die Plattformwahl sollte abhängig von den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Zielgruppe gemacht werden
wenn ich sehr unterschiedliche Zielgruppen habe - z.B. Multiplikator*innen und Jugendliche -, muss ich entweder auf mehreren Plattformen unterwegs sein oder mich entscheiden
Recycling ≠ Kopieren --> jeder Inhalt muss an die jeweilige Plattform bzw. das Content-Format in Tonalität und Design angepasst werden
Quelle: Stephanie A. Kowalski
Recycling bedeutet aus einem Inhalt mehrere Verwendungszwecke zu erschaffen, z.B. aus einem Blogbeitrag über den Einsatz eines interaktiven Tools in der Medienbildung wird:
Karussell-Post mit den Highlights des Blogbeitrags und einem Call to Action
Reel, in dem ihr zeigt, wie ihr das Tool verwendet
mehrere Stories mit einem Quiz oder einer Umfrage zum Tool
von der KI Ideen geben lassen, wie sich Content recyceln lässt
*Der Einsatz von generativer KI ist immer kritisch zu hinterfragen. Texte von KI können nie 1-zu-1 kopiert werden. Seit dem 02. August müssen Texte, die von KI erstellt wurden, als solche gekennzeichnet werden.
Entwicklung von Ideen und Variationen
Überarbeitung bestehender Captions mit speziellem Fokus (Prüfen auf Storytelling, Kürzungen vornehmen)
Komplexität verringern
Content recyclen, z.B. mit dem GPT-Builder "Dein Content-Recycling-Assistent"
ausgearbeitetes Leitnarrativ & gutes Storytelling sind Grundlage
Emojis & Aufzählungen als visuelle Stopper oder Anker & daher nur gezielt
eingesetzen - v.a. Captions nicht im Emojis überfrachten
textlicher und visueller Inhalt ergänzen sich gegenseitig
Textaufbau folgt einem Muster: Hook (Einstieg, der Lust aufs Lesen macht) - Value (Mittelteil des Textes, der meiner Zielgruppe einen Mehrwert bietet) - Call-to-Action (Aufforderung, mit meinem Text zu interagieren); kurz HVC
Stil des Textes an die Zielgruppe & das Medium anpassen - z.B. Ansprache (Du oder Sie?), lockerer oder ernster Ton, etc.
| Plattform | Textregeln |
| Kurznachrichtendienst (Bluesky) | - Hook in den ersten beiden Sätzen - Maximal 300 Zeichen pro Beitrag - Längere Diskussionen in Threads aufteilen - nur max. zwei Hashtags verwenden |
| Instagram & Facebook | - werden ca. 25 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen - ideale Gesamtlänge zwischen 125 bis 150 Zeichen - SEO-Optimierung mitdenken und Schlüsselwörter einbauen - max. 3 - 5 Hashtags (darunter 2 wiederkehrende, die zum Account passen) |
| TikTok | - werden ca. 80 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen - Ideallänge je nach Zweck: höchste Interaktion (1-5 Wörter), SEO-Optimierung (100-300 Zeichen), Microblogging (500-800 Zeichen) - max. 1 -3 Hashtags, die zum Inhalt passen |
| - werden nach ca. 150 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen - Ideallänge je nach Zweck: Deep Dive (1300-2100 Zeichen), Statements (500-900 Zeichen), Dokumenten-Karrusell (150-400 Zeichen) |
| Newsletter | Blogbeitrag | |
|---|---|---|
| Grundlogik | Kommt ungefragt ins Postfach | Wird aktiv gesucht oder angeklickt |
Zielgruppe | Mitglieder, bereits Interessierte → Beziehungspflege | Mitglieder, Presse, Fördermittelgeber*innen + Menschen, die euch noch nicht kennen |
Textanforder-ungen | Betreffzeile ist der Hook Teaser statt Volltext, ein Link pro Block Pflichtangaben: Impressum, Abmeldelink | Scannbar & SEO: Zwischenüberschriften, Absätze, Schlüsselwörter Umgekehrte Pyramide Bei langen Texten: TLDR oder Inhaltsverzeichnis |
Nehmt eure mitgebrachte Veranstaltung oder Aktivität.
Wählt zwei Formate:
Instagram, LinkedIn, Bluesky oder TikTok → der Text zum Beitrag
Newsletter → ein Absatz als Teaser: Überschrift, 3–4 Sätze
Website → Überschrift und Einstiegsabsatz (3-4 Sätze)
Schreibt für beide den Text, der zum jeweiligen Format passt.
Wir schicken euch dafür in Breakouts, in denen ihr euch gegenseitig beraten könnt.
--> Egal welches Format: Der erste Satz muss neugierig machen, und am Ende muss klar sein, was die Leute tun sollen.
15 Minuten – danach lesen wir ein paar vor :)
Kontakt:
Serkan Ünsal & Tami Kelling
serkan.uensal@medialepfade.org
tami.kelling@medialepfade.org
medialepfade.org – Verein für Medienbildung e.V.
Am Sudhaus 2
12053 Berlin
030 - 552 731 40