d.h., "Verstehen", was ein Video zeigt und was für ein Video das ist.
Das System muss erkennen:
Ist das ein Tanz, ein politischer Kommentar, ein Beauty-Tutorial oder ein wütender Monolog?
➡️ Dafür analysiert das System Bild, Ton, Text.
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
d.h., "Beobachten", wie Menschen auf Videos reagieren
Das System merkt sich:
➡️ Es „lernt", welche Inhalte einen Account wirklich interessieren – und welche nicht.
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
d.h., Zusammenhänge zwischen Menschen und Videos erkennen
Das System versucht zu verstehen:
„Aha, Menschen, die Video A mochten, mochten oft auch Video B."
➡️ Es bildet so Cluster von ähnlichen Videos und Accounts, ohne dass wir Einsicht haben.
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
d.h. schnell entscheiden, was du als nächstes sehen wirst
Das System bewertet aktuell Millionen von Videos:
„Welches davon passt jetzt genau zu dir – basierend auf deinen bisherigen Reaktionen?"
➡️ Es will möglichst genau vorhersagen: „Was hält einen User am längsten auf der Plattform und erzeugt Engagement?"
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
d.h. es lernt über eine dauerhafte Feedback-Schleife
Wenn du aufhörst, bestimmte Inhalte zu schauen oder neue Interessen zeigst, registriert es das.
➡️ Es passt sich ständig an – dein Feed verändert sich mit dir.
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
Sie analysieren komplexes Nutzerverhalten und vielfältige Inhaltsmerkmale und lernen daraus Wahrscheinlichkeiten:
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
Sie zeigen, was das Nutzungsverhalten bedient,
nicht, was du brauchst, suchst oder korrekt ist.
+++ mehr Ähnliches angezeigt +++ kontroverse /emotionale Inhalte überbetont +++ bestimmte Inhalte unsichtbar +++ Videos +++
Die Systeme reagieren auf Engagment.
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
1. Wer, Wie, Was - Warum - Recommender?
"Different factors have different importance, in different contexts."
Todd Beaupré (Senior Director Product Mgnt. Google)
Maschinelles Lernen braucht Zahlen
und Engagement liefert diese.
Engagement ist ein messbares Signal.
Watchtime
Dauer in Sek.
Interesse, inhaltliche Relevanz
Like
nein/ja (0/1)
Zustimmung, Anerkennung, Lob
Share
nein/ja | Adresse
soziale Relevanz, virales Potenzial
Save
nein/ja
langfristiges Interesse
Kommentar
tieferes Engagement, ggf. Polarisierung
Follow
nein/ja
Relevanz des Creators
Skip / Swipe
Schwellwert: 3 sek
Ablehnung, Langeweile
Replay
+n
Interesse, Verstehen, Abwesenheit
nein/ja | Text
Bedeutung: Interesse, Relevanz
Daten: Dauer in Sekunden
Bedeutung: Zustimmung, Positivität
Daten: 0 / 1
Bedeutung: Soziale Relevanz, virales Potenzial
Daten: 0 / 1 + Zieladresse
Bedeutung: Langfristiges Interesse
Daten: 0 / 1
Bedeutung: Tieferes Engagement, oft mit Polarisierung
Daten: 0 / 1 + Kommentartext
Bedeutung: Relevanz des Creators
Daten: 0 / 1
Bedeutung: Ablehnung oder Langeweile
Daten: Schwellwert: > 3 Sekunden
Bedeutung: Interesse, Verstehen, Abwesenheit
Daten: +n
Nutzungssignale (User-Engagement) steuern Lernprozesse
Modell analysiert Videoinhalte (gewichteter Merkmalkatalog)
Modell analysiert Account-Verhalten (Reiz-Reaktion)
Empfehlung aufgrund der Nutzungsignale, nicht inhaltl. Werte
Modell lernt: „Welche Kombinationen von Merkmalen erzeugen welches Verhalten?"
Optimierung: „Zeige mehr von dem, was Engagement erzeugt."
Zielsetzung: Maximierung von Verweildauer und Aktivität.
Engagement ist ein Index für emotionalen Reaktionen, aber kein Beleg für Qualität, Zustimmung oder Aufklärung.
Engagement ≠ Zustimmung oder Qualität
Beispiel: Ein provokantes, falsches oder hetzerisches Video kann Wut auslösen, und genau deshalb interagiert das Publikum stark – um zu widersprechen, sich aufzuregen oder es weiterzuleiten.
Starker Fokus |
1 Video pro Screen
Maximale Aufmerksamkeit auf einen Reiz
Einfaches Feedback |
Swipen, Zurück, Verweilen etc.
Reduzierter Kontext |
kein Titel, Erklärung, Kommentar
Endloser Feed |
lineare, offene, zyklische Struktur
Jede Handlung ist Signal für das System
Schnelle Reaktionen ohne Reflexionsraum
Reiz-Reaktion ohne Pause und Abschlusslogik
Inhalte, die Wut, Angst, Nostalgie oder Staunen hervorrufen, performen oft besser.
„Schreib 'Amen' in die Kommentare", „Like, wenn du das auch so siehst", „Tagge jemanden, der das braucht"
Titel/Thumbnails versprechen mehr, als der Inhalt hält.
Polarisierung erzeugt Kommentare und Reichweite.
Offene Fragen, absurde Thesen und Reizthemen animieren zu Diskussionen.
Verwendung populärer Sounds, Memes oder viraler Clips mit minimalem Eigenanteil
Optimierung auf Engagement
Feedback-Loop
Ähnlichkeitslernen
Interfacedesign
Fehlende inhaltliche Bewertung
Schnelle, emotionale Inhalte bevorzugt
Erste Erfolge massiv verstärkt
Ausspielen bekannter Inhalte
Reflexartiges Feedback
kein Filter für Richtigkeit oder Qualität
Engagement - nur ein Baustein in Software-Architektur, die verschiedene Verstärkereffekte erzeugt.
Technische Designs sind nie neutral.
Der Verstärkereffekt lässt ggf. bremsen durch:
jenseits von Watchtime & Wut:
Was wäre, wenn wir nicht nur auf Algorithmen vertrauten?
Warum bleiben wir trotzdem bei TikTok, Insta, YouTube & Co.?
Netzwerkeffekte = Je größer das Netzwerk, desto größer der Nutzen für alle.
Wir agieren in bestehenden Systemen – aber wir können sie reflektiert, kreativ und wertebasiert nutzen.
Wertebasierte Strategien für TikTok & Co
Wertebasierte Kommunikation ist strategisch – aber nicht zynisch.
Sie schafft Vertrauen statt kurzfristiger Klicks.
Fragen & Diskussion
🤝 💭 🗣️