TikTok-Puzzle

Quellenangabe zum Video, das über das Smartphone angespielt wird:
alpha_brotherhood; Männer wollen jüngere Frauen!; veröffentlicht am 15.04.2023; https://www.tiktok.com/@alpha_brotherhood/video/7222314896682274054
Wichtiger Hinweis:
Das Video auf der vorhergehenden Folie ist von der Creative-Commons-Lizenz ausgenommen. Es steht unter keiner Creative-Commons-Lizenz.
Erklärtext zum Video im Video:
Ein Männercoach spricht in ein Podcastmikrofon und blickt direkt in die Kamera. Der schwarze Hintergrund mit rotem Neonschriftzug erzeugt eine Atmosphäre von Coolness und betonter Männlichkeit. Er erklärt, dass Männer biologisch von jungen fruchtbaren Frauen angezogen seien, was durch einen Magnetemoji visuell unterstrichen wird, um der Aussage den Anschein eines Naturgesetzes zu geben. Währenddessen zeigt ein Slow-Motion-Clip eine schlanke blonde Frau im Bikini von hinten und visualisiert so ein stereotypes Bild weiblicher Attraktivität.Im Anschluss setzt der Männercoach sich kritisch mit ‘dem Feminismus’ auseinander und blendet dabei eine klischeehafte Darstellung einer Frau mit Megafon ein, um feministische Positionen ins Lächerliche zu ziehen. Der starke Kontrast zwischen der hellen Darstellung der Feministin und dem dunklen Setting des Coaches trennt symbolisch zwischen beiden Positionen. Bei der Beschreibung der feministischen Kritik an Beziehungen älterer Männer mit jungen Frauen wird bei dem Wort „creepy” ein Horrorclown eingeblendet, der auffällig als Person of Colour gezeigt wird, was unterschwellig rassistische Konnotationen aufweist.Als Kontrastbeispiel führt der Männercoach eine 50-jährigen Frau, die einen 25-Jährigen datet, an. Visuell wird dabei eine ältere schick gestylte Frau beim Hotdog essen gezeigt. Die Phallusform dessen erotisiert die Frau und zeitgleich suggeriert das Fastfood ein ‘sich gehen lassen’.Er kritisiert, dass solche Beziehungen gefeiert würden, was er mit Partyemojis verstärkt, während angebliche männliche Präferenzen einer ‘nicht fetten’ Frau hingegen als toxisch oder Bodyshaming dargestellt würden. Dazu zeigt er eine übergewichtige Frau, die ihre Speckrollen betrachtet, um seine Position visuell zu stützen und Abneigung gegenüber diesem Körpertypen zu erzeugen.Zum Schluss verharmlost er feministische Kritik, indem er sie als „Regenbogenfurz vom Einhorn” bezeichnet und ein entsprechendes Comicbild einblendet wird. Seine abschließende ironische Nachahmung eines angeblich weiblichen Arguments („Du bist ein Mann”) zeigt, wie er feministische Aussagen als überzogen und entwertend darstellt. Mit einem selbsterhöhenden Lachen am Ende unterstreicht er seine Position.Das Video stützt sich auf klassische antifeministische Muster. Es stellt feministische Kritik als überzogen und lächerlich dar und setzt sie visuell herab. Konkrete angebliche männliche Bedürfnisse werden als biologisch festgelegt dargestellt und gegen feministische ‘Doppelmoral’ ausgespielt. So entsteht ein klares Wir-gegen-sie-Narrativ, das feministische Perspektiven delegitimiert.
Copy of 20_08_26_Antifeminismus_LNBE
By mediale pfade
Copy of 20_08_26_Antifeminismus_LNBE
- 5