Beratungsstelle für mehr Demokratie auf Plattformen

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

Politische Bildung in Bewegung:

Videos für Social Media gestalten

 

14. bis 16. September 2026, Europahaus Marienberg

Eine Fortbildung des AdB, inhaltlich begleitet von mediale pfade

Dienstag

Ablauf der Fortbildung

Vormittags Orientierung und Handwerkszeug, nachmittags eure Idee, abends euer Video

Videos gemeinsam ansehen, Feedback, und wie das in euren Arbeitsalltag passt

Mittwoch

Wie wir heute miteinander arbeiten

verschiedene Wissensstände sind völlig okay

Wir lernen uns kennen und kommen aus unterschiedlichen Kontexten

Wenn etwas unklar ist: Jederzeit nachfragen.

Ziel ist, sich kennenzulernen und durch Austausch voneinander zu lernen

Offener und wertfreier Umgang

Verschiedene Wissensstände sind völlig okay. Elf Menschen, elf Ausgangspunkte.

Verständnisfragen jederzeit. Weiterführende Fragen kommen auf den Parkplatz.

Das Handy ist hier Werkzeug, nicht Störung.

Alles, was hier gedreht wird, ist ein Übungsstück.

Nichts muss veröffentlicht werden. Nichts verlässt den Raum ohne eure Zustimmung.

medialepfade.org

Verein für Medienbildung e.V.

Gemeinnütziger Verein für Medienbildung (seit 2013, Sitz in Berlin)

 

Bildungs- und Beratungsprojekte mit Fokus auf Technologie, Soziale Medien, Politik und Gesellschaft

 

22-köpfiges Team an zwei Standorten in Berlin

Prävention von Online-Radikalisierung 

Über uns

Unsere Schwerpunkte

 Coding, Gaming, Making

Mehr Demokratie auf Plattformen

Überblicks- und Kontextwissen:

  • Fundierte Entscheidungen über Plattformstrategien

  • Entwicklungen rund um Social Media und Big Tech

  • Wissen über Logiken der Plattformen und ihrer Algorithmen

  • Netzkulturelle Trends und aktuelle Nutzungsgewohnheiten

CiviLink unterstützt Projekte im Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" dabei, ihre Inhalte strategisch in sozialen Medien und digitalen Räumen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen Organisationen, die Social Media Auftritte aufbauen oder ihre Ansätze weiterentwickeln möchten. Dafür bietet CiviLink praxisnahe und bedarfsorientierte Beratung, vermittelt Know-how und eröffnet Räume für Austausch.

CiviLink unterstützt Projekte im Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" dabei, ihre Inhalte strategisch in sozialen Medien und digitalen Räumen sichtbar zu machen. Im Fokus stehen Organisationen, die Social Media Auftritte aufbauen oder ihre Ansätze weiterentwickeln möchten. Dafür bietet CiviLink praxisnahe und bedarfsorientierte Beratung, vermittelt Know-how und eröffnet Räume für Austausch.

CiviLink bietet Orientierung bei:

Konkretes Arbeiten auf Social Media

  • Strategische Kanalentwicklung

  • Zielgruppendefinition und Community-Ansprache

  • Beitragsplanung und Content-Strategie

  • Entwicklung und Produktion passender Formate und Inhalte

  • Community-Management und Umgang mit Hass im Netz

Was ist CiviLink?

Vormittag

Ablauf der Fortbildung

Wofür steht ihr, welche Formate gibt es, wie erzählt man für den Daumen

Eure Idee wird ein Storyboard

 

Ihr dreht und schneidet euer eigenes Video

Nachmittag

Dienstag

Bildungsstätte Anne Frank auf TikTok - Beitragsreihe zu Argumenten gegen Menschenfeindlichkeit

Was spricht dich an? Welche Story(line) erkennst du? Welche Emotionen/Erinnerungen weckt der Beitrag in dir?

Sieh dir die Beispiele an. Du kannst dir dabei folgende Reflexionsfragen stellen:

Bildungsstätte Anne Frank auf TikTok - Videoreihe zum Thema Ankommen in Deutschladn

LAMSA e.V. - Kampagne "Mundaufmachen" auf Instagram

Warum Storytelling für's erste LinkUp?

Menschen erzählen sich seit Jahrtausenden Geschichten – am Lagerfeuer, in Mythen, in Religionen, in Medien. Warum? Weil unser Gehirn Geschichten besser verarbeitet, speichert und emotional verankert als abstrakte Daten oder Argumente.

Höhlenmalerei in der Chauvet-Höhle in Frankreich, ca. 31.000 v. Chr.

Sepehri, 2024

  • Storytelling hilft, Haltung, Vision und Mission sichtbar zu machen.

  • Verstehen der eigenen Werte und Ziele.

  • Eigene Geschichten sind die Grundlage für Selbstverständnis und Kommunikation.

  • Übergeordnete Narrative schaffen Orientierung und Wiedererkennbarkeit.

  • Wer sich selbst versteht, kann sich glaubwürdig zeigen.

  • Geschichten machen abstrakte Themen greifbar und bedeutungsvoll.

  • Wissen wird durch Geschichten weitergegeben – in Ritualen, Religion, Film und Popkultur.

Dieses Zitat kommt aus dem Praxisguide von Daniela Sepehri, den ihr hier  erwerben könnt.

Warum Storytelling funktioniert

  • Kunst, trockene Informationen in emotionale und greifbare Geschichten zu verwandeln.

  • Komplexe Themen werden dadurch verständlicher und erlebbarer.

  • Picture Superiority Effect: visuelle Informationen werden besser verarbeitet und erinnert. (Cognitive Psychology, 1973)

  • Menschen erinnern Geschichten deutlich besser als Fakten. Gute Geschichten werden außerdem gerne weitererzählt.

  • Durch Geschichten werden zusätzlich Bereiche für Emotion, Emotionskontrolle und persönliche Erinnerung aktiviert.

Beispiel-Story: Recht auf Bildung

Variante A (abstrakt):

„Weltweit haben über 250 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Bildung ist ein Menschenrecht, das durch Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert wird.“

Variante B (als Story):

„Als Farima morgens um 6 Uhr aufsteht, macht sie erst mal Tee für ihre Mutter. Zur Schule geht sie nicht – sie musste sie mit 11 verlassen, weil ihre Familie in Kabul auf der Flucht war. Dabei wollte sie Lehrerin werden. Heute schreibt sie heimlich Gedichte, wenn sie unbeobachtet ist.“

Beide Varianten sind inhaltlich korrekt. Aber nur eine zeigt uns ein Gesicht, eine Emotion, ein Bild im Kopf. Und genau darum geht es beim Storytelling.

Sepehri (2024)

Das Leitnarrativ

Storytelling ist ein ganzheitliches Konzept, weswegen nicht jede Geschichte für sich steht, sondern in ein "großes Ganzes" eingewebt wird.

Das Leitnarrativ verrät der Zielgruppe, wofür die Organisation steht und welche moralischen Grundwerte sie vertritt.


Überlegt euch dazu:


Was ist das Ziel meiner Organisation?

Warum machen wir die Arbeit, die wir machen und halten sie für sinnvoll? Welche Werte und Moralvorstellungen stehen dahinter?

Für wen machen wir unsere Arbeit?


Die Kerngeschichte

Der Core Story Canvas zur Herausarbeitung des Organisationskerns:

Auf der Sachebene klärt ihr grundlegende Fragen:

  • Welche Ziele hat meine Organisation/mein Projekt?
  • Welche Werte/Prinzipien liegen meiner Arbeit zugrunde?
  • Wen will ich mit meiner Arbeit erreichen/unterstützen?

Auf der Storyebene geht es darum, eure eigenen Werte mit denen eurer Zielgruppe abzugleichen/zu vereinen. Hier setzt ihr eure Arbeit in Beziehung zur Außenwelt. Das schafft Authentizität, Vertrauen und bildet die Grundlage für nachvollziehbare Erzählungen.

Das Leitnarrativ als Kern jeder Story. Daraus lassen sich ableiten:

  • Protagonist*innen
  • Themen
  • Kanäle
  • kleine & große Stories

Storytelling-Strukturen zum Nachbauen

Storytelling-Struktur:

Problem ⚠️ – Wendepunkt 💡– Lösung  

  1. Problem: Reale Herausforderung oder Ungerechtigkeit zeigen.
  2. Wendepunkt: Moment der Erkenntnis, Entscheidung oder Beobachtung.
  3. Lösung / Handlung: Was wurde unternommen? Was können andere tun?

Storytelling-Strukturen zum Nachbauen

Storytelling-Struktur:

Mini-Held*innenreise 🦸‍♂️

  1. Ausgangssituation: Alltag einer Person.
  2. Konflikt / Hindernis: Etwas gerät ins Wanken.
  3. Widerstand / Entscheidung: Akt der Veränderung oder des Muts.
  4. Veränderung: Äußere oder innere Entwicklung sichtbar machen.

Storytelling-Strukturen zum Nachbauen

Storytelling-Struktur:

Zahl 📊  – Mensch 👩‍🦰 – Bedeutung 💬

  1. Zahl: Einstieg mit einer Zahl oder einem Fakt.
  2. Mensch: Szene oder Person, die die Zahl greifbar macht.
  3. Bedeutung: Strukturelle Einordnung, Handlungsimpuls oder klare Botschaft

Storytelling-Strukturen zum Nachbauen

Storytelling-Struktur:

5 Elemente

📍 Ort: Wo passiert die Geschichte? Lass das Publikum mitvisualisieren.

🏃 Aktion: Was tust du in dem Moment? Verben erzeugen Momentum.

💭 Gedanken: Was denkst du? Nähe durch geteilte Innenwelt.

💓 Emotionen: Was fühlst du? Zeigen statt sagen.

🗣️ Dialog: Was hörst du? Dialoge schaffen Erleben.

Was sind Vertikalvideos?

Vertikalvideos sind im Hoch-Format gedrehte Videos, die auf Social Media Plattformen sehr beliebt sind. Sie haben in den Apps mittlerweile eigene Kategorien bzw. bestimmen die App gänzlich wie z.B. bei TikTok.

 

Vertikalvideos sind immer im Format 9:16 und haben im Idealfall eine Full-HD Bildschirmauflösung von 1080px. Sie haben idealerweise eine Länge von 15 - 30 Sekunden, können aber je nach Relevanz und Zielgruppe länger sein.

TikTok

Reel

Shorts

Canva Video Editor

Euer Video

Grafische Elemente

   & Text hinzufügen

Medien aus der eigenen 

Mediathek hinzufügen

Audio aus der Canva-

Bibliothek, KI-Stimme

oder Voice-Over 

aufnehmen

Zugriff auf Vorlagen &

weitere Werkzeuge

Mit Gesicht oder ohne Gesicht?

Praxis-Session:

  • ​per Zufallsgenerator einer Gruppe zugewiesen

  • Arbeitsauftrag und nützliche Tools (neben Canva Video Editor) gibt es als PDF

  • ​alle drehen ein Video mithilfe der Beispiel-Skripts

  • Moderation als Unterstützung in den Sessions immer ansprechbar

Checkliste für den Dreh

VorherWährenddessenNachher
Ist die Linse sauber?Ton-Check: Bin ich gut zu hören?Habe ich alle unnötigen Pausen rausgeschnitten?
Sind die Lichtverhältnisse gut?Kamera-Check: Ist das Bild scharf und bin ich zu sehen?Habe ich Untertitel eingefügt und gut platziert?
Ist mein Akku voll (genug)?Kann ich mein Skript gut lesen (oder auswendig)?Habe ich die Safe Zone eingehalten?
Kann ich ungestört drehen? Habe ich den Raum für mich?Lasse ich ausreichend Pausen am Anfang und Ende jeder Szene oder wenn ich mich verspreche für den Schnitt?Habe ich an den Call to Action gedacht?
Habe ich alle technischen Utensilien, mein Skript und Requisiten in meiner Nähe?Hat mein Video Musik/Ton?

Feed-Posts

Was ist das?

  • ein dauerhaft auf deinem Account sichtbarer Inhalt
  • taucht im Feed deiner Follower*innen auf + wird bei "Entdecken" angezeigt
  • kann eine oder mehrere Slides beinhalten (Karussell-Post)

 

Für welche Anlässe eignet es sich?

  • Veranstaltungsankündigungen
  • Foto-Reihen
  • Zitat-Kacheln
  • Memes

 

Wie kann das aussehen?

  • Beitrag mit Design-Elementen und Text
  • Fotos von Personen, Natur etc.
  • Nur Text

Stories

Was ist das?

  • für 24h sichtbar
  • werden meist nur Follower*innen angezeigt

 

Für welche Anlässe eignet es sich?

  • Hinweis auf Veranstaltungen
  • Live-Einblicke in die Arbeit
  • kleine Updates
  • Stimmungsbild von Follower*innen einholen

 

Wie kann das aussehen?

  • kurze Videosequenzen, max. 60s
  • Fotos von Personen, Natur etc. mit/ohne Text
  • Text, Gifs, Interaktion-Buttons auf ver. Hintergründen

Reels

Was ist das?

  • ein dauerhaft auf deinem Account sichtbares Video
  • wird deinen Follower*innen angezeigt + im Bereich "Reels" sehen es potentiell alle

 

Für welche Anlässe eignet es sich?

  • tiefer Einblicke in die Arbeit
  • Rückblicke auf Veranstaltungen
  • Erklärvideos
  • Trends aufgreifen

 

Wie kann das aussehen?

  • Videos mit einer maximalen Länge von drei Minuten 
  • Fotos von Personen, Natur etc. mit/ohne Text, die Animationen enthalten (und von Instagram somit als Videosequenz bewertet werden)

Ressourcen richtig einsetzen

  • Zuständigkeiten im Team und klare Abläufe festlegen

  • Anlass-Sammlung anlegen und feste Tage im Kalender einplanen, Evergreens bestimmen

  • Contentproduktion komprimieren

  • Insights im Blick behalten

  • Templates entwickeln und Orientierung für Design finden

  • Inhaltsproduktion im Arbeitsalltag mitdenken

Quelle: Sozial-PR

KI & andere Tools einsetzen

  • eigenes Foto- und Videomaterial durch Stock-Fotos (mit Creative Common License) ergänzen

  • Grafikerstellung ohne Adobe Creative Cloud, z.B. mit Canva

  • kostenfreie Programme für Videoschnitt auf dem Smartphone oder am Desktop

  • Inhalte vorplanen direkt in der Meta Business Suite

  • falls die Ideen nicht sprudeln, die KI fragen:

    • Beispielprompt: Erstelle 10 Instagram-Post-Ideen zu [zentrales Thema eurer Arbeit] mit Fokus auf [Zielgruppe].

    • Ganz wichtig: Unbedingt vor der Umsetzung überprüfen und anpassen!

Content-Recycling

  • Recycling ≠ Kopieren --> jeder Inhalt muss an die jeweilige Plattform bzw. das Content-Format in Tonalität und Design angepasst werden

Quelle: Stephanie A. Kowalski

  • Recycling bedeutet aus einem Inhalt mehrere Verwendungszwecke zu erschaffen, z.B. aus einem Blogbeitrag über den Einsatz eines interaktiven Tools in der Medienbildung wird:

    • Karussell-Post mit den Highlights des Blogbeitrags und einem Call to Action

    • Reel, in dem ihr zeigt, wie ihr das Tool verwendet

    • mehrere Stories mit einem Quiz oder einer Umfrage zum Tool  

Instagram

Nutzung in Deutschland

  • 32 Mio. Nutzer*innen in Deutschland (We Are Social Digital Report 2024)
  • Vor allem 18-34 Jahre, aber auch 35+ stark
  • Engagement deutlich höher als bei Facebook oder Twitter

 

Instagram gehört zu Meta

Meta Platforms Inc. (ehemals Facebook Inc.)

  • Besitzt: Instagram, Facebook, WhatsApp, Threads
  • Hauptsitz: USA (Kalifornien)
  • Geschäftsmodell: Datensammlung für personalisierte Werbung

 

Regulierung in der EU 

DSGVO (seit 2018)

  • Umgang mit personenbezogenen Daten
  • Recht über Auskunft, Löschung, Widerspruch

Digital Services Act / DSA (seit Feb. 2024)

  • Plattformen müssen illegale Inhalte entfernen
  • Risikobewertungen vor neuen Features

AI Act (seit 2025)

  • Transparenzpflichten zu KI-generierten Inhalten 

Mehr News dazu gibt es hier:

  • stiftungdatenschutz.org
  • netzpolitik.org
  • d-64.org

Das Geschäftsmodell

Aufmerksamkeitsökonomie

  • Auf Instagram konkurrieren Inhalte um begrenzte Aufmerksamkeit
  • Spannungsfeld: Arbeiten mit Bedingungen, die wir nicht selbst setzen

Für eure Praxis

  • Wir nutzen aktuell (noch) Instagram
    Aber: kritische Haltung bewahren

    Ihr könnt:

  • Eure Daten so gut wie möglich schützen
  • Nur notwendige Berechtigungen geben

Wie verdient Instagram Geld?

  • Nutzungsdaten = Währung
  • Werbung durch Tracking
  • Mehr Zeit auf der Plattform = mehr Profit

Content-Anlässe

Was sind Content-Anlässe?

Konkrete Momente aus eurer Arbeit, die sich für Social Media eignen

Nicht nur Endergebnisse → Prozesse zeigen
Nicht nur Highlights → Alltägliches teilen
Nicht nur Perfektion → Echte Einblicke geben

Vielleicht paradox:

Was ihr für nicht zeigenswert haltet,

kann eure Follower*innen interessieren.

  • Vorbereitung einer Veranstaltung
  • Spannende Gedanken aus Teammeeting
  • Dinge, über die ihr miteinander lacht

Content-Anlässe

Typische Content-Anlässe

Veranstaltungen Behind-the-Scenes, Impressionen
Projekte Start, Meilensteine, Erfolge
Alltag Tag im Leben, Vorbereitungen
Menschen Testimonials, Vorstellungen
Aktuelles Stellungnahmen, Einordnungen
Jahreszeiten Ankündigungen, Rückblicke
Interaktion Fragen, Umfragen, Bedarfe

Typische Hemmschwellen:

"Wen interessiert das schon?"

→ Mehr Menschen, als ihr denkt

"Das ist doch nicht professionell genug"
→ Authentizität schlägt Perfektion

"Das dürfen wir nicht zeigen"
→ Organisationshaltung hinterfragen

Praxistipp

Erstellt eine Content-Anlass-Liste für 1–2 Monate

Schaut in euren Kalender: Was steht an?

Überlegt: Was läuft gerade im Hintergrund?

Content-Anlässe

Was sind Content-Anlässe?

Konkrete Momente aus eurer Arbeit, die sich für Social Media eignen

Nicht nur Endergebnisse → Prozesse zeigen
Nicht nur Highlights → Alltägliches teilen
Nicht nur Perfektion → Echte Einblicke geben

Vielleicht paradox:

Was ihr für nicht zeigenswert haltet,

kann eure Follower*innen interessieren.

  • Vorbereitung einer Veranstaltung
  • Spannende Gedanken aus Teammeeting
  • Dinge, über die ihr miteinander lacht

Erzählformate

🗣️

In die Kamera z.B.

  • Rant (Meinung äußern)
  • Storytime (Geschichte erzählen)
  • Erklären

 

Haben (teilweise) gemeinsam:

Authentisch · Nahbar · Direkt · Humor · Emotionen · Persönlich

1. Content-Anlass identifizieren 

Experimentieren erlaubt!

"Passt nicht zu unserer Organisation"
→ Wirklich nicht oder nur vordefinierte Idee?

 

🔄

Den Prozess zeigen, z.B.

  • Behind the Scenes
  • Unterwegs filmen

💥

Trends adaptieren, z.B.

  • Sounds nutzen
  • Challenges mitmachen
  • Meme-Formate

2. Erzählform wählen

3. Euer Thema reingießen 

@maraamharaam

@empowerarbeiter

Content-Recycling

  • Recycling ≠ Kopieren --> jeder Inhalt muss an die jeweilige Plattform bzw. das Content-Format in Tonalität und Design angepasst werden

Quelle: Stephanie A. Kowalski

  • Recycling bedeutet aus einem Inhalt mehrere Verwendungszwecke zu erschaffen

Überblick

Feed

Stories

Reels

Nachrichten

Entdecken

zum Profil

Feed-Posts, Stories & Reels

Content-Anlässe

Was sind Content-Anlässe?

Konkrete Momente aus eurer Arbeit, die sich für Social Media eignen

Nicht nur Endergebnisse → Prozesse zeigen
Nicht nur Highlights → Alltägliches teilen
Nicht nur Perfektion → Echte Einblicke geben

Vielleicht paradox:

Was ihr für nicht zeigenswert haltet,

interessiert eure Follower*innen oft am meisten

  • Vorbereitung einer Veranstaltung
  • Spannende Gedanken aus Teammeeting
  • Dinge, über die ihr miteinander lacht

Typische Content-Anlässe

Veranstaltungen Behind-the-Scenes, Impressionen
Projekte Start, Meilensteine, Erfolge
Alltag Tag im Leben, Vorbereitungen
Menschen Testimonials, Vorstellungen
Aktuelles Stellungnahmen, Einordnungen
Jahreszeiten Ankündigungen, Rückblicke
Interaktion Fragen, Umfragen, Bedarfe

Praxistipp

Erstellt eine Content-Anlass-Liste für 1–2 Monate

Schaut in euren Kalender: Was steht an?

Drei Tipps, die dir die Contentproduktion erleichtern:

1. Ressourcen richtig einsetzen

2. Tools zur Hilfe nehmen & KI einsetzen

3. Content recyclen

​Beispielprompts:

 

Erstelle 10 Instagram-Post-Ideen zu [zentrales Thema eurer Arbeit] mit Fokus auf [Zielgruppe].

 

Ich habe folgenden Beitrag erstellt: Titel/Thema. Nenne mir 5 verschiedene Wege, diesen Inhalt zu recyceln, passend zu Plattform XY für eine Zielgruppe mit Z Merkmalen. Gib mir für jede Idee eine kurze Beschreibung.

Option 2: Reels mit Gesicht

Option 3: Reels ohne Gesicht

Welche Plattformen gibt es?

Instagram

TikTok

Youtube

Bluesky

Wie finde ich die richtige Plattform?

  • Erstellung von Personas unterstützt dabei, sich mit den Gewohnheiten der Zielgruppe auseinanderzusetzen

  • Ergebnisse verdeutlichen, wo sich die Zielgruppe wirklich informiert, unterhalten lässt, interagiert, selbst postet

Quelle: Formatentwicklungssprint des Projekts ULAT - Unlearning Antifeminism on TikTok

die Plattformwahl sollte abhängig von den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Zielgruppe gemacht werden

wenn ich sehr unterschiedliche Zielgruppen habe - z.B. Multiplikator*innen und Jugendliche -, muss ich entweder auf mehreren Plattformen unterwegs sein oder mich entscheiden

Was ist ein Anlass zum Posten?

Konkrete Momente aus eurer Arbeit, die sich für Social Media eignen:

Nicht nur Endergebnisse → Prozesse zeigen
Nicht nur Highlights → Alltägliches teilen
Nicht nur Perfektion → Echte Einblicke geben

Typische Hemmschwellen:

"Wen interessiert das schon?"

→ Mehr Menschen, als ihr denkt

"Das ist doch nicht professionell genug"
→ Authentizität schlägt Perfektion

"Das dürfen wir nicht zeigen"
→ Organisationshaltung hinterfragen

Typische Content-Anlässe

Veranstaltungen Behind-the-Scenes, Impressionen
Projekte Start, Meilensteine, Erfolge
Alltag Tag im Leben, Vorbereitungen
Menschen Testimonials, Vorstellungen
Aktuelles Stellungnahmen, Einordnungen
Jahreszeiten Ankündigungen, Rückblicke
Interaktion Fragen, Umfragen, Bedarfe

Praxistipp

Erstellt eine Content-Anlass-Liste für 1–2 Monate

Schaut in euren Kalender: Was steht an?

Überlegt: Was läuft gerade im Hintergrund?

Ressourcen richtig einsetzen

  • Zuständigkeiten im Team und klare Abläufe festlegen, Inhaltsproduktion im Arbeitsalltag mitdenken

 

  • Anlass-Sammlung anlegen und feste Tage im Kalender einplanen, Inhaltsproduktion im Arbeitsalltag mitdenke

 

  • Contentproduktion komprimieren, Templates entwickeln und Orientierung für Design finden

Quelle: Sozial-PR

Typische Content-Anlässe

Veranstaltungen

Behind-the-Scenes, Impressionen

Projekte

Start, Meilensteine, Erfolge

Alltag

Tag im Leben, Vorbereitungen

Menschen

Testimonials, Vorstellungen

Aktuelles

Stellungnahmen, Einordnungen

Jahreszeiten

Ankündigungen, Rückblicke

Interaktion

Fragen, Umfragen, Bedarfe

Tools einsetzen & KI nutzen

  • eigenes Foto- und Videomaterial durch Stock-Fotos (mit Creative Common License) ergänzen

  • kostenfreie Programme für Videoschnitt und Grafikerstellung auf dem Smartphone oder am Desktop, z.B. Canva, InShot

  • Inhalte vorplanen direkt in der Meta Business Suite oder externem Tool

  • falls die Ideen nicht sprudeln, die KI fragen:

    • Beispielprompt: Erstelle 10 Instagram-Post-Ideen zu [zentrales Thema eurer Arbeit] mit Fokus auf [Zielgruppe].

    • Ganz wichtig: Unbedingt vor der Umsetzung überprüfen und anpassen!

Quelle: CiviLink Arbeitsblatt zu "Vertikalvideos"

Hilfsmittel: KI* & Content-Recycling

*Der Einsatz von generativer KI ist immer kritisch zu hinterfragen. Texte von KI können nie 1-zu-1 kopiert werden. Seit dem 02. August müssen Texte, die von KI erstellt wurden, als solche gekennzeichnet werden.

Unterstützung durch KI:

  • Entwicklung von Ideen und Variationen

  • Überarbeitung bestehender Captions mit speziellem Fokus (Prüfen auf Storytelling, Kürzungen vornehmen)

  • Komplexität verringern

  • Content recyclen, z.B. mit dem GPT-Builder "Dein Content-Recycling-Assistent"

Content Recycling:

  • Recycling bedeutet aus einem Inhalt mehrere Verwendungszwecke zu erschaffen

  • Recycling ≠ Kopieren --> jeder Inhalt muss an die jeweilige Plattform bzw. das Content-Format in Tonalität und Design angepasst werden

Einstieg

Habt ihr eine Idee, warum es wichtig ist, dass z. B. eine Vereinsveranstaltung auf Instagram, im Newsletter und auf der Website unterschiedlich klingt?

Aufzeichnung des Inputs

Jeder Text hat eigene Regeln

Generelle Regeln für Texte

  • ausgearbeitetes Leitnarrativ & gutes Storytelling sind Grundlage

  • Emojis & Aufzählungen als visuelle Stopper oder Anker & daher nur gezielt
    eingesetzen - v.a. Captions nicht im Emojis überfrachten

  • textlicher und visueller Inhalt ergänzen sich gegenseitig

  • Textaufbau folgt einem Muster: Hook (Einstieg, der Lust aufs Lesen macht) - Value (Mittelteil des Textes, der meiner Zielgruppe einen Mehrwert bietet) - Call-to-Action (Aufforderung, mit meinem Text zu interagieren); kurz HVC

  • Stil des Textes an die Zielgruppe & das Medium anpassen - z.B. Ansprache (Du oder Sie?), lockerer oder ernster Ton, etc.

Jeder Text hat eigene Regeln

PlattformTextregeln
Kurznachrichtendienst (Bluesky)- Hook in den ersten beiden Sätzen
- Maximal 300 Zeichen pro Beitrag
- Längere Diskussionen in Threads aufteilen
- nur max. zwei Hashtags verwenden
Instagram & Facebook- werden ca. 25 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen
- ideale Gesamtlänge zwischen 125 bis 150 Zeichen
- SEO-Optimierung
mitdenken und Schlüsselwörter einbauen
- max. 3 - 5 Hashtags (darunter 2 wiederkehrende, die zum Account passen)
TikTok- werden ca. 80 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen
- Ideallänge je nach Zweck: höchste Interaktion (1-5 Wörter), SEO-Optimierung (100-300 Zeichen), Microblogging (500-800 Zeichen)
- max. 1 -3 Hashtags, die zum Inhalt passen
LinkedIn- werden nach ca. 150 Zeichen abgeschnitten - ab hier muss die Hook greifen
- Ideallänge je nach Zweck: Deep Dive (1300-2100 Zeichen), Statements (500-900 Zeichen), Dokumenten-Karrusell (150-400 Zeichen)

Bluesky

Instagram

TikTok

LinkedIn

Jeder Text hat eigene Regeln

NewsletterBlogbeitrag
GrundlogikKommt ungefragt ins PostfachWird aktiv gesucht oder angeklickt

Zielgruppe
Mitglieder, bereits Interessierte → BeziehungspflegeMitglieder, Presse, Fördermittelgeber*innen + Menschen, die euch noch nicht kennen


Textanforder-ungen
Betreffzeile ist der Hook
Teaser statt Volltext, ein Link pro Block
Pflichtangaben: Impressum, Abmeldelink
Scannbar & SEO: Zwischenüberschriften, Absätze, Schlüsselwörter
Umgekehrte Pyramide
Bei langen Texten: TLDR oder Inhaltsverzeichnis

Newsletter

Blogbeitrag

Hilfsmittel: KI* & Content-Recycling

*Der Einsatz von generativer KI ist immer kritisch zu hinterfragen. Texte von KI können nie 1-zu-1 kopiert werden. Seit dem 02. August müssen Texte, die von KI erstellt wurden, als solche gekennzeichnet werden.

Unterstützung durch KI:

  • Entwicklung von Ideen und Variationen

  • Überarbeitung bestehender Captions mit speziellem Fokus (Prüfen auf Storytelling, Kürzungen vornehmen)

  • Komplexität verringern

  • Content recyclen, z.B. mit dem GPT-Builder "Dein Content-Recycling-Assistent"

Content Recycling:

  • Recycling bedeutet aus einem Inhalt mehrere Verwendungszwecke zu erschaffen

  • Recycling ≠ Kopieren --> jeder Inhalt muss an die jeweilige Plattform bzw. das Content-Format in Tonalität und Design angepasst werden

Jetzt geht's ans Texten!

 

  1. Nehmt eure mitgebrachte Veranstaltung oder Aktivität.

  2. Wählt zwei Formate:

    • Instagram, LinkedIn, Bluesky oder TikTok → der Text zum Beitrag

    • Newsletter → ein Absatz als Teaser: Überschrift, 3–4 Sätze

    • Website → Überschrift und Einstiegsabsatz (3-4 Sätze)

  3. Schreibt für beide den Text, der zum jeweiligen Format passt.

  4. Wir schicken euch dafür in Breakouts, in denen ihr euch gegenseitig beraten könnt.

 

--> Egal welches Format: Der erste Satz muss neugierig machen, und am Ende muss klar sein, was die Leute tun sollen.

 

15 Minuten – danach lesen wir ein paar vor :)

Scanne den QR-Code und lass uns dein Feedback da.

Dauert nicht länger als 3 Minuten :)

Zeit für Feedback

Kontakt & Beratung:

Serkan Ünsal & Becci Pelvan

CiviLink - Beratungsstelle für mehr Demokratie auf Plattformen
civilink@medialepfade.org

 

medialepfade.org – Verein für Medienbildung e.V.
Am Sudhaus 2
12053 Berlin

030 - 552 731 40

mediale pfade Newsletter

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

CiviLink Website

2026_09_AdB_Sommertagung

By mediale pfade

2026_09_AdB_Sommertagung

Das ist unsere Organisation in 2025

  • 0